Cimetière de Montmartre

Der Cimetière de Montmartre war 1825 als Cimetière du Nord  vor den Toren von Paris eröffnet worden. Als Endergebnis eines schon im 18.Jh.  geführten Hygiene-Diskurses und der daraus resultieren Schließung des innerstädtischen  Cimetière des Innocents (heute befinden sich dort Les Halles).
Insgesamt wurden drei neue außerstädtische Friedhöfe angelegt. Der erste: Père-Lachaise wurde 1804 eröffnet, 1824 folgte Montparnasse und dann 1825 der Friedhof am Montmartre.
Mittlerweile hat die Stadt sich die Friedhöfe längst wieder einverleibt und heute sind alle drei wieder innerstädtische Anlagen.

Eine der Besonderheiten des Friedhofs von Montmartre sind die dort lebenden „freien Katzen“.
Betreut werden die Katzen von einem Verein der  „L’ECOLE DU CHAT“. Der Verein kümmert sich um die Ernährung, Impfungen  etc. und generell um das Wohlergehen der dort lebenden Katzen. Über den gesamten Friedhof verteilt kann man, manchmal auch in ausgelassenen Grabstätten platziert, Katzenkörbe und ähnliche angelegte Rückzugplätze für das ansässige Katzenvolk finden.

( … )

 „Katze, meine schöne Katze,
Konntest du mich so verletzen,
Wie mit grimmer Tigertatze
Mir das arme Herz zerfetzten!

„Dieses Herz war, ernst und trübe,
Längst verschlossen allem Glücke;
Ach, da traf mich neue Liebe,
Denn mich trafen deine  Blicke.

„Heimlich schienst du zu miauen:
Glaube nicht, daß ich dich kratze,
Wage nur mir zu vertrauen,
Ich bin eine gute Katze.“

Auszug aus einem Gedicht von Heinrich Heine, einer der vielen auf Montmarte beerdigten Berühmtheiten.

Pläne mit der genauen Lage der Grabstätten der dort beerdigten Berühmtheiten wie z.B. Jacques Offenbach, François Truffaut, Hector Berlioz kann man am Haupteingang  des Friedhof entleihen.

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